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PIRATEN Sachsen: „Bunt Spenden“, denn es gibt kein Blut erster und zweiter Klasse (Pressemitteilung)

PRESSEMITTEILUNG
Dresden, 22. Juni 2014

„Bunt Spenden“, denn es gibt kein Blut erster und zweiter Klasse

PIRATEN SACHSEN unterstützen die Petition http://www.buntspenden.de/de
Der LSVD erklärte am 18.06.2014 in einer Pressemitteilung, dass sie ein
Ende der Diskriminierung einzelner Gruppen bei der Blutspende fordern.

Um dies zu erreichen, wurde eine Petition initiiert.

Sandra Willer, Spitzenkandidatin der Landtagswahl dazu;
“ Man könnte meinen, es gäbe in Deutschland Blut erster und zweiter
Klasse. Wer als Mann einmal in seinem Leben Sex mit einem Mann hatte,
darf sein ganzes Leben lang weder Blut noch Knochenmark spenden. Wenn
er lebend Organe spenden will, so darf ein Arzt ihn, ohne weitere
Begründung, von der Spende ausschließen.“

Im Jahre 2014 werden Menschen, die zeitweise oder immer ein leben
außerhalb spießiger Moral und Wertvorstellungen leben wollen oder auch
nur einmalig gegen diese verstoßen und sich z. B. sexuell ausprobieren
stigmatisiert.

Mit der Begründung einer erhöhten Ansteckungsgefahr von
Geschlechtskrankheiten wird tausenden von Männern eine Blutspende
verwehrt.

Dies geschieht sogar in Notfällen, wenn seltene Blutgruppen dringend
benötigt werden.

Doch ist dieses Gebahren tatsächlich noch realitätsnah?

Willer weiter: „Unzweifelhaft gilt: Die Qualität von Blutprodukten muss
gewährleistet bleiben und rechtfertigt weiterhin den begründeten
Ausschluss von einzelnen Menschen von der Blutspende. Hierfür
ausschlaggebend soll jedoch das individuell tatsächlich vorliegende
Risikoverhalten und nicht ein hergeleitetes Gruppenverhalten sein.
So bitter es klingt: halten wir es uns vor Augen das Guido Westerwelle
zu seiner eigenen Rettung aktuell weder Knochenmark noch Blut spenden
dürfte. Das ist ein Zustand dem wir nur mit breiter Öffentlichkeit
begegnen und ändern können.

Aus diesem Grund unterstützen wir die Petition des LSVD tatkräftig.


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